Osteopathie

Manuelle Medizin und Osteopathie
 

Das Ziel einer osteopathischen Behandlung ist das Aufspüren segmentaler Funktionsstörung von Gelenken, Muskeln samt der dazugehörigen Sehnen und Faszien, um durch eine gezielte Beeinflussung dieser Strukturen über spezielle manuelle Techniken einen normalen Funktionszustand wiederherzustellen. Dabei kann es sich auch um begleitende Funktionsstörungen bei strukturellen Erkrankungen, wie Verschleißerscheinungen von Gelenken oder Verletzungen, handeln. Landläufig wird häufig von Blockierungen gesprochen, wobei wir den Begriff Funktionsstörung vorziehen. Eine Funktionsstörung äußert sich häufig in einer Asymmetrie, einem Ungleichgewicht auf Gelenkebene, an Muskulatur oder an Faszienstrukturen.

Um eine Funktionsstörung oder eine Asymmetrie zu verbessern gibt es in der manuellen Medizin und Osteopathie eine Fülle manueller (mit der Hand ausgeübter) Techniken, die der behandelnde Arzt anwenden kann. Im Folgenden sollen die wichtigsten genannt werden:

  • Muskel-Energie-Techniken
  • Mobilisation ohne Impuls
  • Mobilisation mit Impuls
  • Weichteiltechniken
  • Myofasziale Releasetechniken
  • Counterstrain-Techniken
  • Lymphdrainagetechniken
  • BLT- und LAS-Techniken (Balanced Ligamentous Tension und Ligamentous Articular Strain)
  • Visceraltechniken
  • Still-Techniken
  • Kraniale Osteopathie
  • Artikulations- und kombinierte Techniken
  • Fazilitierte-Positionale-Release-Techniken

Eine Behandlung verläuft in der Regel in 3 Sitzungen, die einmal wöchentlich über einen Zeitraum von 3 Wochen stattfinden. Die Funktionsstörung wird bei jeder Behandlung kontrolliert, die subjektiven Beschwerden werden im Verlauf beobachtet. Anhand dieser Parameter wird nach den ersten 3 Behandlungen über eine Beendigung der Therapie oder über weitere Behandlungsoptionen entschieden.