Therapiemöglichkeiten in der Orthopädie

Therapiemöglichkeiten bei der Hüftgelenks- und Kniegelenksarthrose


Grundsätzlich steht die konservative Arthrosebehandlung zunächst im Vordergrund. Dies bedeutet, das Gelenk so lange wie möglich schmerzfrei oder schmerzarm und mobil zu erhalten und eine mögliche operative Option so lange wie möglich hinauszuzögern. Dafür steht ein breites Therapiespektrum der konservativen Versorgung zur Verfügung. Im Einzelnen werden folgende Maßnahmen angeboten:

  • Manuelle Medizin
  • Osteopathie
  • intraartikuläre Injektionen mit Hyaloronsäure und IL 1 Rezeptorantagonist aus Eigenblut
  • intraartikuläre Injektionen mit Lokalanästhetikum und Cortison zur Schmerz- und Entzündungsreizlinderung
  • Akupunktur
  • intravenöse Schmerztherapie
  • Krankengymnastik und physikalische Therapie
  • Orthesenversorgung (Versorgung mit orthopädischen Hilfsmitteln)
  • Stoßwellen-Therapie bei begleitenden Sehnenansatz- und Kapselschmerzen
  • Beratung zur möglichen Nahrungsergänzung bei frühen Arthrosestadien

Sollten die konservativen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft und die Arthrose am Hüft- oder Kniegelenk soweit fortgeschritten sein, dass sowohl die Gehstrecke reduziert ist, Schmerzen bei Belastung oder schon in Ruhe und nachts auftreten und die Mobilität sowie Eigenversorgung als auch die Teilhabe am gewohnten Leben eingeschränkt ist, nähert sich (mit hoher Wahrscheinlichkeit) der Zeitpunkt für einen operativen Eingriff am betroffenen Gelenk, um eine schmerzfreie Mobilität wiederherzustellen.

In unserer Praxis für Orthopädie und Unfallchirurgie im Forum Salinum in Bad Salzuflen bieten wir das komplette Spektrum der Hüft- und Knieendoprothetik samt Wechselendoprothetik und gelenknahe Umstellungsoperationen am Kniegelenk an. Die Operationen werden von Dr. Tilman Oest in der Auguste Viktoria Klinik in Bad Oeynhausen, einem Endoprothetik-Zentrum der Maximalversorgung, durchgeführt.

Die Versorgungsmöglichkeit durch Dr. Tilman Oest in der Auguste Viktoria Klinik in Bad Oeynhausen sichert Ihnen die Erfahrung eines langjährig praktizierenden Operateurs in der Gelenkchirurgie. Die Auguste Viktoria Klinik ist eine Orthopädische Spezialklinik mit Endoprothetik-Zentrum der Maximalversorgung, die ein großes Erfahrungsspektrum und hohe Fallzahlen vorhält und durch strukturierte und standardisierte Behandlungsabläufe eine sehr hohe Versorgungssicherheit bietet. Auch die kompetente perioperative Überwachung internistischer Vorerkrankungen ist damit eingeschlossen. Eine entsprechende intensivmedizinische Versorgung ist vorhanden.

Die Beratung, Indikationsstellung und erste Aufklärung findet in der orthopädischen Praxis Forum Salinum in Bad Salzuflen statt. Ein prästationäre Untersuchung und weitere Aufklärung durch die Abteilungen der Allgemeinen Orthopädie und Anästhesie folgt innerhalb 1 Woche vor der Operation. Die stationäre Aufnahme ist im Normalfall 1 Tag vor der Operation vorgesehen.

Knie-Teilendoprothesen-Implantation (unicondyläre Schlittenprothese)

Sollten schon ausgeprägte Verschleißerscheinungen in nur einem Gelenkkompartiment des Kniegelenkes vorliegen, so können diese Kompartimente isoliert endoprothetisch ersetzt werden. Dies kann in Form einer unicondylären Schlittenprothese oder durch einen Patellofemoralersatz erfolgen.

Knie-Totalendoprothesen-Implantation (Knie-TEP)

Sind die fortgeschrittenen Verschleißerscheinungen sehr stark ausgeprägt und mit Kontrakturen, Instabilitäten und größeren Fehlstellungen verbunden, so ist in der Regel ein vollständiger künstlicher Gelenkersatz (Knietotalendoprothese) mit oder ohne Ersatz der Kniescheibenrückfläche sinnvoll.

Hüft-Totalendoprothesen-Implantation (Hüft-TEP)

Am Hüftgelenk kann nach Ausschöpfung der konservativen Therapiemaßnahmen eine endoprothetische Versorgung eine hervorragende Behandlungsoption darstellen. Dabei wird das Hüftgelenk in der Regel über einen muskelschonenden, sogenannten minimalinvasiven Zugang dargestellt. Der Hüftkopf wird entfernt. Das Pfannenbett und der Oberschenkelschaft werden über Fräsen und Raspeln so vorbereitet, daß die Pfanne und der Prothesenstiel zementfrei eingebracht und primär fest verankert werden können.

Postoperative  Behandlung

Die Mobilisierung ist in allen Fällen der endoprothetischen Versorgung noch am Operations-Tag mit Vollbelastung üblich.

Der postoperative Aufenthalt in der Auguste Viktoria Klinik beträgt bei endoprothetischer Primärversorgung ca. 7-8 Tage. Anschließend kann eine ambulante oder stationäre Anschlußheilbehandlung durchgeführt werden. Diese wird zusammen mit dem Sozialdienst der operierenden Klinik beantragt.