Orthopädie/ Traumatologie

Die Orthopädie umfasst die Entstehung, Erkennung, Prävention, Behandlung und Rehabilitation angeborener sowie erworbener Form- oder Funktionsfehler des Stütz- und Bewegungsapparates. Die Stütz- und Bewegungsorgane sind das größte Organsystem des menschlichen Körpers, dementsprechend können die zugehörigen Strukturen – Knochen, Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder – von zahlreichen und unterschiedlichen Formveränderungen und Funktionsstörungen, Erkrankungen und Verletzungen betroffen sein.

Knochen - Das Skelett besteht aus verschieden geformten Knochen, die zum Teil miteinander verwachsen sind, wie zum Beispiel das Becken. Es hat nicht nur die Aufgabe, die Form des Körpers zu gewährleisten und damit die Beweglichkeit des Organismus sicherzustellen, sondern hat auch Schutzfunktionen für innere Organe (z.B. Schädel und Becken). Zusätzlich ist das Innere der Knochen, das Knochenmark, eine wichtige Bildungsstätte für die Blutzellen.

Gelenke - Ein Gelenk aus anatomischer Sicht ist eine bewegliche Verbindung von zwei oder mehreren Knochen.

Muskeln - Die Skelettmuskeln verbinden zwei verschiedene Knochen, indem sie über mindestens ein Gelenk hinweg mit ihren Sehnen an den Knochen ansetzen. Wenn sich ein Muskel verkürzt, zieht er die beiden Knochen in deren Gelenk aufeinander zu. Muskeln haben nur die Möglichkeit, sich zusammenzuziehen, nicht aber, sich selbst in ihre Ausgangslage zurück zu dehnen. Dafür brauchen sie einen oder mehrere Muskeln, die auf der anderen Seite des Gelenks ansetzen und die entgegengesetzte Bewegung bewirken. Solche Muskeln werden Gegenspieler (lat.: Antagonisten) genannt. Skelettmuskeln müssen nicht unbedingt nur an einer einzigen Stelle an einem Knochen angewachsen sein. Manche Muskeln teilen sich in zwei oder mehr Teile auf, die zwar auf einer Seite in einer gemeinsamen Sehne ansetzen, auf der anderen Seite aber an unterschiedlichen Stellen am selben oder sogar an verschiedenen Knochen enden. Solche Muskeln nennt man Bizeps (bei zwei Muskelköpfen), Trizeps (drei Muskelköpfe) oder Quadrizeps (vier Muskelköpfe).

Sehnen - Damit die Kraft, die von den Muskeln entwickelt wird, in Bewegungen der Knochen umgesetzt wird, müssen beide Baugruppen miteinander verbunden werden. Dies ist die Aufgabe der Sehnen, diese sind im Muskel mit den Muskelfasern verwachsen und setzen am Knochen an Vorsprüngen oder aufgerauten Bereichen an.

Bänder - Bänder stützen die Gelenke oder hemmen die Beweglichkeit der Knochen untereinander und helfen dadurch, Überdehnungen von Muskeln oder Sehnen zu vermeiden. Sie liegen entweder um Gelenke herum oder in ihnen (zum Beispiel die Kreuzbänder des Kniegelenks).

 

Als Fachärzte für Orthopädie befassen wir uns in der alltäglichen Praxis mit Überlastungserscheinungen der Stütz- und Bewegungsorgane, Verschleißprozessen (degenerativen Veränderungen), Verletzungen und Verletzungsfolgen.

Die Entstehung vieler dieser Erkrankungen oder zumindest die Auslösung klinischer Symptome ist in vielen Fällen umwelt- und/oder zivilisationsbedingt. Daher kommt neben der Behandlung der Prävention dieser Veränderungen eine große Bedeutung zu.

 

Symptome in der Orthopädie

  • Schmerz – der Schmerz geht als Hauptsymptom von fast allen Strukturen der Bewegungsorgane aus. Die Schmerzart weist auf die Art und den Ort der pathologisch-anatomischen Veränderungen hin.
  • Schwellung – Schwellungen entstehen durch entzündliche Veränderungen, pathologische Flüssigkeitsansammlungen, Neubildungen der Gewebe oder chronisch deformierende Veränderungen.
  • Bewegungseinschränkung – Schmerzen gehen in der Regel mit einer Funktionsstörung, am Gelenk mit einer Bewegungseinschränkung einher. Von diesen schmerzbedingten, funktionellen Bewegungseinschränkungen sind die strukturellen abzugrenzen, die sich auch trotz Schmerzausschaltung nicht bessern lassen.
  • Hinken – eine Störung des Gangablaufes kann durch Schmerzen, Muskelschwäche, Bewegungseinschränkung an den unteren Extremitäten-Gelenken oder durch eine Beinverkürzung bedingt sein.
  • Neurologische Symptome – eine große Anzahl von Erkrankungen und Verletzungen der Stütz- und Bewegungsorgane zeigt begleitende neurologische Auffälligkeiten.

 

Orthopädische Untersuchung / Diagnostik

Durch eine sorgfältige Erhebung der Anamnese und die klinische Untersuchung können bereits viele orthopädische Krankheitsbilder erkannt werden, was die Bedeutung der klinischen Untersuchung in unserem Praxisalltag unterstreicht.

Die orthopädische Untersuchung beinhaltet die Erhebung der medizinischen Vorgeschichte, die allgemeine und orthopädische körperliche Untersuchung sowie die Nutzung bildgebender Verfahren als weiterführende Diagnostik. Zusätzlich können physikalische und neurologische oder funktionelle Untersuchungen notwendig sein.

 

 

Symptomatik & Krankheitsbilder in der Orthopädie

  • Schmerz – der Schmerz geht als Hauptsymptom von fast allen Strukturen der Bewegungsorgane aus. Die Schmerzart weist auf die Art und den Ort der pathologisch-anatomischen Veränderungen hin.
  • Schwellung – Schwellungen entstehen durch entzündliche Veränderungen, pathologische Flüssigkeitsansammlungen, Neubildungen der Gewebe oder chronisch deformierende Veränderungen.
  • Bewegungseinschränkung – Schmerzen gehen in der Regel mit einer Funktionsstörung, am Gelenk mit einer Bewegungseinschränkung einher. Von diesen schmerzbedingten, funktionellen Bewegungseinschränkungen sind die strukturellen abzugrenzen, die sich auch trotz Schmerzausschaltung nicht bessern lassen.
  • Hinken – eine Störung des Gangablaufes kann durch Schmerzen, Muskelschwäche, Bewegungseinschränkung an den unteren Extremitäten-Gelenken oder durch eine Beinverkürzung bedingt sein.
  • Neurologische Symptome – eine große Anzahl von Erkrankungen und Verletzungen der Stütz- und Bewegungsorgane zeigt begleitende neurologische Auffälligkeiten.